„Die Sorgen vor steigenden Energiekosten sind im Handwerk sehr groß.“
30.09.2026
Der seit dem 1. Oktober 2026 geltende Tankrabatt wird an der Zapfsäule für etwas Entlastung bei den Unternehmen sorgen. Bei den Energiepreisen allerdings baut sich gerade eine Welle auf. Die Sorgen der Handwerksbetriebe vor steigenden Strom- und Gaspreisen sind groß.
„Wir brauchen deshalb die sofortige Senkung der Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß für alle Unternehmen – so, wie es im Koalitionsvertrag versprochen war. Das würde energieintensive Handwerksbetriebe wie Wäschereien, Bäckereien, Fleischereien und Metallbaubetriebe signifikant entlasten“, sagt Uwe Nostitz, Präsident des Sächsischen Handwerkstages.
„Anstatt sich in Personaldebatten zu verfangen, erwarten Handwerk und Mittelstand Impulse, die in den Unternehmen ankommen. Die aktuellen Preise an den Energiemärkten deuten auf weiter steigende Preise für Strom, Gas und Heizöl im Jahresverlauf hin.
Betriebswirtschaftlich sind die Unternehmen gezwungen, steigende Kosten an Kunden weiterzugeben. Doch nicht jeder Unternehmer traut sich diesen Schritt. Die Gefahr ist, dass sich Menschen Handwerkerleistungen künftig nicht mehr leisten können oder wollen. Damit stehen die Existenzen vieler Unternehmen auf dem Spiel.“
Hintergrund
Als größte Landeshandwerksorganisation im Osten Deutschlands vertritt der Sächsische Handwerkstag aktuell mehr als 54.000 Handwerksbetriebe, in denen etwa 280.000 Menschen beschäftigt sind. Sie erwirtschafteten im vergangenen Jahr einen Umsatz von knapp 36 Milliarden Euro.