"Wir brauchen jetzt einen Gewerbediesel"
14.08.2026
Die Wasserknappheit und die damit verbundene Verlagerung von Logistik auf die Straße treiben die Nachfrage nach Diesel an. Die Preise, die schon heute massiv unter Druck stehen, werden weiter steigen. „Jetzt ist die Bundesregierung gefordert, ihre Politik zu ändern“, sagt Uwe Nostitz, Präsident des Sächsischen Handwerkstages, und erneuert seine Forderung nach einem Gewerbediesel.
„Wir brauchen analog zum Agrardiesel die sofortige Einführung eines Gewerbediesels. Logistikketten, Fuhrparks und Baumaschinen werden fast ausschließlich mit Diesel betrieben. Die Kosten laufen aus dem Ruder und verteuern am Ende viele Produkte und Dienstleistungen des Handwerks.“
Folge: Die Verbraucher sind bei Investitionen weiter sehr zurückhaltend, wie eine aktuelle Umfrage zeigt. Sie können ihr Geld nur einmal ausgeben. Deshalb brauchen auch sie dringend Entlastungen, die nicht nur für zwei Monate (Tankrabatt) tragen. Unser Vorschlag: Eine signifikante Absenkung der Energiesteuer oder ein Aussetzen der CO2-Abgabe“, so der Diplom-Bauingenieur.
Hintergrund
Als größte Landeshandwerksorganisation im Osten Deutschlands vertritt der Sächsische Handwerkstag aktuell mehr als 54.000 Handwerksbetriebe, in denen etwa 280.000 Menschen beschäftigt sind. Sie erwirtschafteten im vergangenen Jahr einen Umsatz von knapp 36 Milliarden Euro.