Ausbildungszahlen im sächsischen Handwerk im Plus
06.07.2026
Das sächsische Handwerk wird seinem Ruf als „Ausbilder Nummer 1“ gerecht. Knapp 3.300 Lehrverträge wurden für das neue Ausbildungsjahr 2026/27 bereits abgeschlossen. Das sind 3,2 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig gibt es für Jugendliche, die in den Ferien ihre berufliche Zukunft klären wollen, noch Hunderte freie Lehrstellen. Die passgenauen Besetzer der Handwerkskammern Chemnitz, Dresden und zu Leipzig haben alle Informationen.
Die größten Zuwächse im Vergleich zum letzten Jahr verzeichnen aktuell die Berufe Metallbauer (+29,7 Prozent), Anlagenmechaniker für Sanitär, Heizungs- und Klimatechnik (+24,5 Prozent), Dachdecker (+19,8 Prozent) sowie Maler und Lackierer (+15,8 Prozent). Rückläufige Zahlen gibt es derzeit bei den Berufen Automobilkaufmann (-30,4 Prozent), Konditoren (-21,3 Prozent) und Tischler (-12,8 Prozent).
Der bei Jugendlichen beliebteste Handwerksberuf ist nach wie vor der Kraftfahrzeugmechatroniker (625 neue Lehrverträge), gefolgt vom Elektroniker (307) und vom SHK-Anlagenmechaniker (290).
22 Prozent der Azubi-Neuverträge im sächsischen Handwerk wurden mit Frauen besetzt. Sie entschieden sich zumeist für Ausbildungsberufe wie Friseur, Augenoptiker, Zahntechniker und Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk.
Viele Handwerksbetriebe bieten in den Sommermonaten Praktika und Ferienjobs an. Häufig sind Praxiserfahrungen der beste Weg ins Handwerk. Die Chancen für Absolventen stehen gut: Nach einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung werden rund acht von zehn Azubis nach erfolgreichem Abschluss übernommen.
Hintergrund:
Als größte Landeshandwerksorganisation im Osten Deutschlands vertritt der Sächsische Handwerkstag aktuell mehr als 54.000 Handwerksbetriebe, in denen etwa 280.000 Menschen beschäftigt sind. Sie erwirtschafteten im vergangenen Jahr einen Umsatz von knapp 36 Milliarden Euro.