Bundesregierung muss sich für Änderungen am EU-Haushalt stark machen

27.05.2026

Andreas Brzezinski, Sprecher des Geschäftsführerkollegiums des Sächsischen Handwerkstages:

"Die Zahl der sächsischen Handwerksunternehmen ist im letzten Jahr um rund 600 gesunken. Vor allem im ländlichen Raum schlossen Betriebe, weil sie keine Nachfolger gefunden hatten oder das Geschäft nicht mehr getragen hat. Gerade in dieser wirtschaftlich schwierigen Phase droht Sachsen in Zukunft ein Verlust von Fördermitteln für strukturschwache Regionen."

Hintergrund ist der neue EU-Haushaltsentwurf. Wenn der unverändert in Kraft tritt, würde das ländliche Regionen hart treffen und den Prozess des leisen Unternehmenssterbens beschleunigen. Damit einher gehen Arbeits- und Ausbildungsplätze sowie Wertschöpfung, die in Dörfern und kleinen Städten so schnell nicht wiederkommen.

Das Handwerk profitiert in vielerlei Hinsicht von der EU-Förderung. Existenzgründung, Berufsorientierung, Qualifizierung sind Bereiche, in denen gezielt Impulse für eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit gesetzt werden. Wir fordern die Bundesregierung daher auf, sich für klare Änderungen am EU-Haushaltsentwurf stark zu machen.“

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