Das sächsische Handwerk fordert ein Eingreifen der Politik bei den Spritpreisen

09.03.2026

Statement vom Präsidenten des Sächsischen Handwerkstages, Uwe Nostitz

„Jetzt ist die Politik gefragt. Die Bundesregierung darf nicht weiter zusehen, wie die Spritpreise immer weiter nach oben gehen oder auf dem hohen Niveau verharren. Das Thema muss auf die Agenda. Die Kosten belasten die sächsischen Handwerksbetriebe, die Mitarbeiter und die Kunden enorm. Sie haben Dimensionen erreicht, die kaum noch zu schultern sind. Das gefährdet massiv den konjunkturellen Aufschwung im Land.

Der Staat ist einer der Profiteure von steigenden Preisen an den Tankstellen. Im Jahr 2025 betrug der Steuer- und Abgabenanteil bei den Spritpreisen im Schnitt rund 64 Prozent bei Benzin und rund 56 Prozent bei Diesel. Die Bundesregierung hat also alle Hebel in der Hand, die Preise zu senken.

Handwerkliche Dienstleistungen konkurrieren immer mit anderen Ausgaben. Die Menschen können das Geld nur einmal ausgeben. Die Sorge in den Handwerksunternehmen ist groß, dass angesichts der hohen Kosten für Benzin und Diesel die Nachfrage nach Dienstleistungen und Produkten aus dem Handwerk einbricht oder auf die lange Bank verschoben werden.“

Hintergrund: Als größte Landeshandwerksorganisation im Osten Deutschlands vertritt der Sächsische Handwerkstag aktuell mehr als 54.000 Handwerksbetriebe, in denen etwa 280.000 Menschen beschäftigt sind. Sie erwirtschafteten im vergangenen Jahr einen Umsatz von knapp 36 Milliarden Euro.

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