Zu der steigenden Zahl von Schulabbrechern in Sachsen

23.02.2026

Statement vom Präsidenten des Sächsischen Handwerkstages, Uwe Nostitz

„Jeder Schüler ohne Abschluss ist einer zu viel. Anstatt darüber zu diskutieren, ob Schulnoten in Sachsen noch zeitgemäß sind, sollten wir uns darauf konzentrieren, die Zahl der Schulabbrecher signifikant zu senken. Dabei geht es nicht darum, Übergangssysteme wie das Berufsvorbereitungsjahr immer weiter auszubauen. Stattdessen müssen die Schulen gestärkt werden – mit qualifiziertem Lehrpersonal, bestmöglicher Ausstattung und mit individueller Förderung. Diese Maßnahmen sind eine lohnende Investition in die Bildung. Sie sind günstiger verglichen mit den Folgekosten, die Menschen ohne qualifizierten Abschluss langfristig verursachen. Mehr als 5.900 junge Menschen haben 2025 eine duale Ausbildung im sächsischen Handwerk begonnen. Das war ein Plus von 5,9 Prozent. Gleichzeitig aber blieben auch Hunderte Lehrstellen unbesetzt. Das können wir uns angesichts der demografischen Situation als Gesellschaft nicht mehr leisten.“

Hintergrund: Als größte Landeshandwerksorganisation im Osten Deutschlands vertritt der Sächsische Handwerkstag aktuell mehr als 54.000 Handwerksbetriebe, in denen etwa 280.000 Menschen beschäftigt sind. Sie erwirtschafteten im vergangenen Jahr einen Umsatz von knapp 36 Milliarden Euro.

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