Zur Errichtung eines Bundesforschungszentrums Bau mit Vereinssitz in Bautzen

28.11.2025

Statement vom Präsidenten des Sächsischen Handwerkstages, Uwe Nostitz

„Wir begrüßen die Umsetzung des Projektes. Dies ist ein wichtiger Schritt, um die Strukturen in der Region Ostsachsen im Zuge der Dekarbonisierung der Region zu stärken. Wir sind der Staatsregierung sehr dankbar für ihren Einsatz, der letztlich zu diesem Ergebnis geführt hat und eine bundesweite Forschungseinrichtung zumindest administrativ nach Sachsen geholt hat.

Die anstehenden Investitionen aus den geplanten Mitteln des Strukturwandels in Höhe von zirka 100 Millionen Euro lassen darauf hoffen, dass sich hier echte neue Strukturen im Bereich der Forschung und Entwicklung ausbilden. Wir sind überzeugt, dass es uns mit vereinten Kräften gelingen kann, dieses Zentrum von einer im Fokus wissenschaftlichen Einrichtung zu einer Institution mit starkem Transferansatz in Richtung Handwerk und Mittelstand auszugestalten. Das sächsische Bauhandwerk bekundet das klare Interesse, Transferpartner im Bundeszentrum für klimaneutrales und ressourceneffizientes Bauen (BFZ) zu werden.

„Die kleinen und mittleren Unternehmen haben die starke Erwartung, dass neue Impulse für die Bauwirtschaft und für die Lösung der ökologischen und ökonomischen Probleme im Schwerpunkt Bauen von diesem Zentrum und diesen Aktivitäten ausgehen. Deshalb brauchen die Unternehmen einen Zu- gang zu den Forschungsergebnissen und eine leistungsfähige Transferinfrastruktur, die die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft im Sinne von Handwerk und Mittelstand in der Region ermöglichen. Der Einsatz von den Strukturwandelmitteln impliziert, dass ein Effekt für die hiesige Wirtschaft und die Menschen im ostsächsischen Raum ausgeht. Wir brauchen neue Wertschöpfungsketten, die Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffen.“

Hintergrund:
Als größte Landeshandwerksorganisation im Osten Deutschlands vertritt der Sächsische Handwerkstag aktuell mehr als 54.000 Handwerksbetriebe, in denen etwa 280.000 Menschen beschäftigt sind. Sie erwirtschafteten im vergangenen Jahr einen Umsatz von knapp 36 Milliarden Euro.

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