Presseinformation
Dresden, 1. September 2010
Gegen Sparpolitik zu Lasten des Handwerks
Sächsischer Handwerkstag äußert Vorbehalte gegenüber dem vom
Bundeskabinett verabschiedeten Haushaltsbegleitgesetz 2011
Der Sächsische Handwerkstag hat das vom Bundeskabinett als
größtes Sparpaket seit langem verabschiedete Haushaltsbegleitgesetz
2011 mit sehr gemischten Gefühlen aufgenommen. Zwar sei es richtig
und notwendig, die Staatsfinanzen nachhaltig zu konsolidieren, ohne
an der Einkommen- und Umsatzsteuerschraube zu drehen, wie der
Präsident des Sächsischen Handwerkstages, Joachim Dirschka, am
Mittwoch in Dresden feststellte.
Mit Befremden registriert der Wirtschaftsbereich Handwerk dagegen
vor allem die auf weitere Betriebe zukommenden Belastungen bei der
Öko-Steuer, indem Steuererstattungen für stromintensiv arbeitende
Betriebe stärker gesenkt werden sollen als zunächst vorgesehen. „Mit
der geplanten Verfünffachung des Sockelbetrags, ab der
Vergünstigungen gewährt werden, bei der Stromsteuer dürften künftig
Bäcker, Fleischer, Metall- und Maschinenbauer, Tischler das
Nachsehen haben“, sagte Dirschka. „Gerade jetzt – in Zeiten eines
sich ausbreitenden Konjunkturauftriebs auch in der Binnenwirtschaft
– sind derartige Mehrbelastungen von Betrieben des produzierenden
Gewerbes nur kontraproduktiv.“
Sorgen rufen im Handwerk darüber hinaus Pläne hervor, den dicken
Rotstift bei KfW-Förderprogrammen für den Klimaschutz anzusetzen und
damit große wirtschaftliche Vorhaben des Handwerks auf dem Gebiet
der energetischen Gebäudesanierung massiv in Frage zu stellen.
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