Presseinformation
Dresden, 23. Juli 2010
Rundfunkgebühren-Reformpläne benachteiligen
Handwerker
Sächsischer Handwerkstag: Appell an sächsischen
Ministerpräsidenten und weitere Landespolitiker mit Bitte um
Unterstützung
In der Debatte um eine Reform des Finanzierungssystems des
öffentlich-rechtlichen Rundfunks und hierzu bekannt gewordener
Eckpunkte der Ministerpräsidenten der Länder hat der Sächsische
Handwerkstag deutliche Vorbehalte zum Ausdruck gebracht. Obwohl auch
das Handwerk seit Jahren für eine grundlegende Reform des
Rundfunkgebührenmodells plädiert, scheine die Chance vertan zu
werden, die Kosten gerecht auf mehrere Schultern zu verteilen.
Parallel dazu drohten – entgegen dem übergeordneten Ziel, Handwerk
und Mittelstand zu entlasten – vor allem auf mittelständische
Handwerksbetriebe erhebliche Mehrkosten zuzukommen.
Wie aus einem Schreiben des Sächsischen Handwerkstages an
Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) und weitere
Landespolitiker hervorgeht, befürchteten wegen der vorgesehenen
Beitragsstaffelung nach Beschäftigten pro Betrieb viele
Mittelständler massive Mehrbelastungen. Zudem würden durch das
geplante Standortprinzip (Gebührenpflicht für alle Betriebsstätten
eines Unternehmens) Betriebe mit Niederlassungen und Filialen bei
den Abgaben besonders zur Kasse gebeten.
Um verlässliche Angaben zum Ausmaß künftiger Mehrbelastungen zu
erhalten, führen Sachsens Handwerkskammern derzeit eine
Ad-hoc-Umfrage unter Mitgliedsbetrieben durch, deren Ergebnisse der
Politik zeitnah zur Verfügung gestellt werden sollen.
Als größte Landeshandwerksorganisation im Osten Deutschlands
vertritt der Sächsische Handwerkstag derzeit rund 59.000 Betriebe
mit annähernd 330.000 Beschäftigten.
Pressekontakt:
Sächsischer Handwerkstag
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Frank Wetzel,
Telefon: 0351/4640 510
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